Manchmal entstehen die besten Dinge aus einem glücklichen Zufall. Bei ViCafe war Kaffee ursprünglich gar nicht der Hauptdarsteller. Wer heute in Zürich vor einem der berühmten "ViCafe-Fenster" für einen Espresso Schlange steht, ahnt oft nicht, dass die Wurzeln der Marke eigentlich in einer braunen Sprudel-Limonade liegen: der legendären Vivi Kola.
Die Geschichte beginnt im Jahr 2010. Christian Forrer hatte sich die Rechte an der Schweizer Kult-Marke Vivi Kola gesichert und wollte das Getränk nach Jahrzehnten des Dornröschenschlafs wiederbeleben. Um dem neuen Hauptquartier in Zürich mehr Leben und ein gemütliches, duftendes Ambiente zu verleihen, entschied er sich, eine kleine Micro-Rösterei in die Räumlichkeiten zu integrieren. Der Plan war simpel: Der Kaffee sollte eigentlich nur Beiwerk zur Kola sein.
Doch die Qualität des "Nebenprodukts" sprach sich wie ein Lauffeuer herum. Ehe sich Christian Forrer versah, klopften die benachbarten Geschäfte an und wollten diesen Kaffee auch für ihre Kunden kaufen. Die Nachfrage stieg rasant, und was als reine Atmosphären-Massnahme begann, entwickelte ein Eigenleben. Aus der Kola-Begleitung wurde eine handfeste, eigenständige Kaffeemarke: ViCafe.
Schnell wurde die kleine Micro-Rösterei zu klein für den wachsenden Durst der Zürcher nach gutem Kaffee. Die Produktion zog um in eine Location mit ebenso viel Charme wie Geschichte: in den alten Bahnhof von Eglisau. In diesem historischen Gemäuer werden heute die zahlreichen Kaffeesorten geröstet, die unter dem Namen ViCafe vertrieben werden. Von hier aus treten die Bohnen ihre Reise in die Tassen der Gastronomie und der Privathaushalte an – und beweisen, dass die besten Businesspläne oft die sind, die man gar nicht geschrieben hat.
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