Tempranillo

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BR & VS Macán 2016 75cl
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Tempranillo - Hintergrund & Geschichte

Wer schonmal spanischen Rotwein verkostet hat, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit in Berührung mit der Tempranillo-Traube gekommen. Insbesondere in den Anbaugebieten La Rioja und Ribera del Duero nehmen die Tempranillo-Reben grosse Flächen ein und bestimmen die regionale Weinszene. Doch auch in Penedès, La Mancha, Navarra und Toro sind Tempranillo-Reben ein altgewohnter Anblick.
In Portugal ist die Rotweinsorte ebenfalls heimisch, sie wird dort allerdings «Tinta de Roriz» oder «Aragonez» genannt und u.a. für die Portweinproduktion herangezogen. Auch innerhalb Spaniens bestehen verschiedene regionale Synonyme für die Rebsorte wie z.B. Tinta del País, Tinto Fino oder Cencibel.

Der Tempranillo entstand höchstwahrscheinlich vor sehr langer Zeit durch eine spontane Kreuzung zwischen Albillo Mayor und Benedicto. In spanischen Quellen erwähnt wurde er erstmals im 13. Jahrhundert. Seinen Namen trägt der Tempranillo ("temprano" = früh) deshalb, weil er sowohl früh austreibt als auch früh reif wird.
Die Weine werden sowohl sortenrein ausgebaut als auch mit Garnacha, Carignan sowie anderen roten Rebsorten verschnitten. In den Cuvées nimmt die Sorte typischerweise hohe Anteile von bis zu 90% ein.

Weltweit sind über 230'000 Hektar mit Tempranillo bepflanzt, was die Rebsorte zur drittwichtigsten überhaupt macht. Auf Spanien allein entfallen 200'000 Hektar, was 20% der nationalen Rebfläche ausmacht. Die Rebe ist für harsche Anbaubedingungen prädestiniert - bei hohen Temperaturschwankungen, Hitze und Trockenheit entwickeln die dickschaligen Beeren konzentrierte, komplexe und intensive Aromen.
In den USA, Argentinien, Chile, Mexiko und Australien ist die Sorte ebenfalls vertreten.

Die kräftigen, säurearmen Rotweine besitzen ein grosses Reifepotential, können aber aufgrund der relativ weichen Tannine auch schon jung getrunken werden. Tempranillo-Weine schmecken je nachdem, in welcher Klimazone sie erzeugt wurden, mal fruchtig-beeriger und mal würziger. Typische Aromen umfassen Erdbeeren, Himbeeren, eingekochte Früchte, Leder, Gewürze und Vanille.
Mediterrane und rustikale Gerichte harmonieren besonders gut mit dem Geschmacksprofil eines Tempranillos: Lasagne, Pizza, gegrilltes Fleisch, gegrilltes Gemüse, Polenta, Tacos, Nachos, Chili con Carne oder iberischer Schinken sind die bevorzugte Wahl vieler Weinkenner.