Neuseeland

Wein aus Neuseeland

Die ersten Rebstockpflanzungen in Neuseeland gehen auf das frühe 19. Jahrhundert zurück. Doch erst ab 1960 erfuhr der Weinbau einen bedeutenden Aufschwung, da die neuseeländischen Gesetze den Ausschank und Verkauf von Wein lange Zeit eingeschränkt hatten. Ab 1970 wurden vermehrt europäische Sorten eingeführt - zunächst Müller-Thurgau, dann Chardonnay und Sauvignon Blanc im grösseren Stil. Seitdem verzeichnet die Nation einen bedeutenden Aufstieg. Die meisten erzeugten Weine sind für den Export bestimmt.

Das gemässigte Klima in Neuseeland ist bestens für den Weinbau geeignet. Die hohe Sonnenintensität und die kühlen Nächte fördern den Anbau aromaintensiver Weine, wobei die unterschiedlichen Terroirs auf der Süd- und Nordinsel mit den jeweils angepassten Rebsorten bestockt sind. Die Sorten Sauvignon Blanc, Pinot Noir, Chardonnay, Pinot Gris, Merlot und Riesling sind am weitesten verbreitet.

Insgesamt lassen sich 12 Anbaugebiete ausmachen, wobei sich zwei Drittel der rund 40'000 Hektar umfassenden Rebfläche auf der Südinsel befinden. Marlborough ist die Hochburg des Sauvignon Blancs und die grösste Weinbauregion Neuseelands. Die hier erzeugten Weine haben Weltruhm erlangt - sie weisen charakteristische Noten von Stachelbeere, grüner Paprika und Passionsfrucht auf.
In der zweitwichtigsten Anbauregion Hawke's Bay haben sich die Winzer auf Rotweine im Bordeaux-Stil spezialisiert. Ebenfalls bedeutend ist die Pinot Noir-Hochburg Central Otago, die als südlichste Weinbauregion der Welt gilt. Waiheke Island in der Region Auckland ist ein weiteres Gebiet, in dem Weine mit einem exzellenten Ruf entstehen.

Mittlerweile gibt es über 700 Weingüter in Neuseeland. Zu den grössten und populärsten Erzeugern zählen Brancott Estate (1961 gegründet), Cloudy Bay (1985 gegründet), Nobilo Wines (seit 1943) und Villa Maria (seit 1961). Dabei wurden viele der frühen Weingüter von kroatischen Immigranten aufgebaut.