Eine Flucht aus St. Petersburg im Jahr 1921 legte den Grundstein für dieses Berliner Urgestein. Während viele moderne "Hauptstadt-Gins" erst im Zuge des Hypes entstanden sind, blickt der Schilkin Berliner Dry Gin auf eine Historie zurück, die Stoff für einen Roman liefert.
Die Familie Schilkin war ursprünglich Hoflieferant des russischen Zaren. Nach der Russischen Revolution emigrierten sie nach Berlin und fanden im Stadtteil Kaulsdorf eine neue Heimat. Dort bauten sie eine Existenz auf, die jeden politischen Sturm des 20. Jahrhunderts überstand – vom Zweiten Weltkrieg über die Verstaatlichung zum "VEB" in der DDR bis hin zur Reprivatisierung nach dem Mauerfall.
Heute ist die Firma vor allem für den Pfefferminzlikör "Berliner Luft" berühmt, doch ihre Kompetenz liegt traditionell bei klaren Spirituosen (Wodka und Gin). Der hauseigene Dry Gin ist dabei das Bekenntnis zur eigenen Brennkunst, losgelöst von den Auftragsarbeiten für andere Marken.
Charakterlich unterscheidet sich dieser Gin deutlich von den floralen Trends der Konkurrenz. Die Rezeptur setzt auf ein wild-würziges Profil mit einer ungewöhnlichen, aber sehr berlinerischen Leit-Aromatik. Kombiniert mit klassischem Wacholder ergibt das einen Gin mit Ecken und Kanten (meist abgefüllt mit kräftigen 41,8 % Vol.), der nicht parfümiert wirkt, sondern eher "handfest". Es ist der Gin einer Familie, die bewiesen hat, dass man mit Qualität und Anpassungsfähigkeit jede Krise überstehen kann.
Ihr Webbrowser ist nicht mehr aktuell. Aktualisieren Sie Ihren Browser für mehr Sicherheit, Geschwindigkeit und die beste Erfahrung auf dieser Website.
Aktualisieren Sie Ihren Browser