Es gibt nicht viele Spirituosen, die einen leibhaftigen Teufel auf dem Etikett tragen und trotzdem – oder gerade deshalb – seit Generationen geschätzt werden. Der Bitter des Diablerets ist eine feste Grösse in der Westschweiz. Seit über einem Jahrhundert gilt er als der Klassiker der Waadtländer Alpen.
Die Geschichte dieses Kräuterbitters reicht zurück bis ins Jahr 1876. Er wurde im Vallée des Ormonts im Ort Les Diablerets kreiert. Der Name bezieht sich auf das gewaltige Felsmassiv der „Diablerets“ (Teufelshörner), das in alten Sagen als gefährlicher Ort galt, wo Felsstürze als Kegelspiele des Teufels gedeutet wurden. Der Bitter greift diese alpine Mystik auf – das Etikett mit dem Teufel, der über die Gipfel springt, besitzt heute Kultstatus.
Heute wird dieses Stück Schweizer Kulturgut von der Escher SA produziert und vertrieben. Das Traditionsunternehmen aus Satigny (Genf) hat es sich zur Aufgabe gemacht, historische Rezepturen zu bewahren. Dank Escher SA wird der Bitter des Diablerets nach wie vor nach der streng geheimen Originalrezeptur hergestellt, die den authentischen Charakter der Gründerzeit bewahrt.
- Das Rezept: Die Kraft der Alpen Die genaue Zusammensetzung bleibt ein gut gehütetes Geheimnis des Hauses. Bekannt ist, dass eine komplexe Mischung aus Alpenkräutern und Wurzeln mazeriert wird. Das Wasser für die Herstellung stammt aus den Gebirgsquellen der Region.
- Charakter: Als klassischer Bitter verfügt er über würzige, erdige Noten (u.a. Enzian), die jedoch durch eine Süsse abgerundet werden. .
Neben dem puren Servieren auf Eis ("sur glace") hat sich in der Romandie eine spezifische Mischvariante etabliert, die als „Le Surf“ bekannt ist. Dabei wird der Bitter des Diablerets mit weisser Limonade (Citro) oder Grapefruit-Limonade aufgegossen. Diese Kombination aus herben Kräutern und spritziger Zitrusfrucht gilt als der inoffizielle Longdrink der Region.
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