Im Zentrum dieses Projekts stehen Francesc und Joan Frisach. Die beiden Brüder stammen aus Corbera d’Ebre, einem Ort, der wie kaum ein anderer von der spanischen Geschichte gezeichnet ist. Hier fand 1938 die blutige Ebro-Schlacht des Spanischen Bürgerkriegs statt. Die Ruinen des alten Dorfes ("Poble Vell") stehen noch heute als Mahnmal auf dem Hügel. Anstatt ihre Trauben wie frühere Generationen an die grossen Genossenschaften zu verkaufen, entschieden sich Francesc und Joan 2009, eigene Wege zu gehen. Ihr Ziel war es, Weine zu keltern, die ungeschminkt von diesem steinigen, windgepeitschten Terroir erzählen.
Das Herzstück ihrer Arbeit ist die Vernatxa – der lokale Name für die Garnacha-Traube. Celler Frisach widmet sich dieser Sorte in all ihren Facetten: Weiss (Garnacha Blanca), Rot (Garnacha Tinta) und der seltenen, haarigen Variante (Garnacha Peluda). Der Anbau erfolgt strikt ökologisch, denn die Brüder sehen sich primär als Landwirte, die den Boden respektieren müssen.
Ein besonderes Merkmal der Kellerei ist die Wiederbelebung alter Techniken, insbesondere der "Brisat"-Methode. Dabei handelt es sich um Weissweine, die wie Rotweine mit den Traubenschalen vergoren werden. Was heute in der Szene als "Orange Wine" gefeiert wird, ist hier keine Modeerscheinung, sondern gelebte Tradition. Früher hatten die Bauern keine Technologie, um den Most sofort zu trennen, also liessen sie ihn auf den Schalen. Das Ergebnis sind Weine mit einer goldenen Farbe, spürbaren Tanninen und einer enormen Struktur. Weine wie der "L’Anima" oder der "Sang de Corb" (Blut des Raben) sind flüssige Monumente für eine Region, die gelernt hat, aus kargem Kalkstein pure Lebendigkeit zu schaffen.
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