Dailuaine (ausgesprochen "Dal-ju-ein") ist eine Destillerie, die zwar selten im Rampenlicht steht, aber historisch zu den Schwergewichten Schottlands zählt.
Der Name stammt aus dem Gälischen (An Dail Uaine) und bedeutet "Das grüne Tal". Die Brennerei liegt versteckt in einer Senke zwischen dem Ben Rinnes und dem Fluss Spey, gegründet im Jahr 1852 von dem Farmer William Mackenzie.
Dailuaine hat die schottische Whisky-Landschaft architektonisch für immer verändert: Im Jahr 1889 war dies die allererste Brennerei, die ein Pagoden-Dach (Doig Ventilator) installierte. Der Architekt Charles Doig entwarf diese Konstruktion hier, um den Rauch des Darre-Feuers besser abzuleiten. Was in Dailuaine begann, wurde zum weltweiten architektonischen Symbol für Whisky-Brennereien.
Stilistisch bricht Dailuaine mit dem Klischee des leichten, floralen Speysiders. Der hier produzierte Rohbrand (New Make Spirit) gilt als "schwer", texturiert und robust. In Fachkreisen wird dieser Stil oft als "meaty" (fleischig) beschrieben.
Dieser Charakter entsteht durch eine spezifische Produktionsweise:
- Man setzt auf eine lange Fermentation, um fruchtige Ester zu bilden.
- Dies wird jedoch kombiniert mit einer schnellen Destillation, die den Kontakt mit dem Kupfer minimiert. Dadurch bleiben schwerere Öle und schwefelhaltige Verbindungen im Destillat erhalten, die dem Whisky seine wachsartige Textur verleihen.
Aufgrund dieser Kraft eignet sich der Spirituosenkörper hervorragend für eine lange Reifung in Sherry-Fässern, da das Destillat nicht vom Eichenholz überlagert wird, sondern ihm standhält. Während der Grossteil der Produktion in Blends (historisch wichtig für Johnnie Walker) fliesst, sind die seltenen Single-Malt-Abfüllungen – oft erkennbar am Dachs auf dem Etikett (aus der "Flora & Fauna"-Serie) – bei Kennern für ihre Komplexität bekannt.
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