Das ist die Berliner Antwort auf die Suche nach der unverfälschten Essenz. Die DSM – Deutsche Spirituosen Manufaktur verfolgt einen Ansatz, der weniger an klassische Romantik erinnert als an ein Labor für Aromen-Architektur. Beheimatet in einem denkmalgeschützten Backsteingebäude im Georg-Knorr-Park in Berlin-Marzahn, widmet sich dieses Unternehmen der Aufgabe, das präzise Aroma einzelner Rohstoffe in Alkohol zu konservieren.
Gegründet wurde die Manufaktur von Tim Müller und Dr. Konrad Horn. Die beiden Quereinsteiger traten mit dem Anspruch an, eine der vielfältigsten Brennereien des Landes aufzubauen. Ihr Portfolio umfasst weit über hundert verschiedene Destillate, die sich oft nur einer einzigen Zutat widmen. Dabei wird strikt zwischen "Bränden" (aus vergorenem Obst) und "Geisten" (durch Maceration aromatisierter Alkohol) unterschieden. Die Philosophie beruht auf dem Verzicht von künstlichen Aromen und Farbstoffen sowie in der Regel auch auf die Zugabe von Zucker.
Die Herstellung erfolgt in kleinen Chargen in kupfernen Brennblasen. Das Ziel der Gründer ist es, die Charakteristik des jeweiligen Rohstoffs – sei es eine seltene Zitrusfrucht, ein spezielles Gewürz, Nüsse oder sogar Gemüse wie Spargel – so klar wie möglich herauszuarbeiten. Die Rohstoffe werden dafür weltweit und saisonabhängig bezogen, wobei die Qualität der Ausgangsware als entscheidender Faktor für das Endprodukt gilt.
Das Design der Flaschen unterstreicht diesen puristischen und fast wissenschaftlichen Ansatz. Die Etiketten sind schlicht gehalten, nummeriert und erinnern optisch an Apothekerflaschen oder Laborbedarf. Dies lenkt den Fokus auf den Inhalt und die jeweilige botanische Basis. Die DSM versteht sich somit als eine Manufaktur, die das traditionelle Handwerk des Destillierens nutzt, um eine Art flüssige Bibliothek der natürlichen Aromen zu erstellen.
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