Tradition und Erfahrung sind das Markenzeichen des Weingutes Duca di Salaparuta, das zu den führenden Betrieben Siziliens gehört. Seit 1824 repräsentiert die Familie Reina mit ihren typischen sizilianischen Weinen das Herz und die Seele der Insel. So findet sich das wunderschöne und abwechslungsreiche Terroir des Mittelmeers in allen Weinen aus autochthonen oder internationalen Sorten wieder.
Wir schreiben das Jahr 1824. Damals war sizilianischer Wein vor allem eines: Masse und Alkohol. Er wurde oft fassweise in den Norden verkauft, um dort dünne Weine "aufzupeppen". Doch Giuseppe Alliata, der Fürst von Villafranca und Herzog von Salaparuta, hatte darauf keine Lust mehr. Er war ein Mann von Welt, der gerne gut ass und noch lieber Gäste in seiner Villa Valguarnera empfing.
Sein Problem: Er wollte seinen Gästen einen eleganten Wein servieren, am liebsten im französischen Stil, aber aus seiner Heimat. Da es den nicht gab, machte er ihn eben selbst. Er entschied sich, die Trauben von seinem eigenen Landgut in Casteldaccia zu vinifizieren – und zwar nach modernen, strengen Qualitätsstandards. Das war die Geburtsstunde des Corvo.
Die Familie Alliata war dabei alles andere als gewöhnlich. Ein besonders schillernder Charakter war später Herzog Enrico Alliata. Er war nicht nur Winzer, sondern auch Philosoph, Musiker und – für die damalige Zeit völlig skurril – überzeugter Vegetarier. Er schrieb sogar eines der ersten italienischen Kochbücher über vegetarische Ernährung. Diese unkonventionelle Art, gegen den Strom zu schwimmen, prägte das Weingut.
Der grösste Meilenstein der Firmengeschichte passierte allerdings im Jahr 1984, lange nachdem die Familie das Gut verkauft hatte. Die Önologen des Hauses wagten ein Experiment, das die Insel verändern sollte.
Bis dahin galt die Rebsorte Nero d’Avola eher als Arbeitstier für einfache Weine. Duca di Salaparuta nahm diese Traube, wählte nur die besten Lagen aus (alte Rebstöcke in Busch-Erziehung) und steckte den Wein – ganz nach französischem Vorbild – in kleine Eichenfässer (Barriques). Das Ergebnis war der "Duca Enrico". Es war der erste sortenreine Nero d’Avola, der als grosser, lagerfähiger Spitzenwein konzipiert war. Damit bewies das Haus, dass Sizilien nicht nur Menge, sondern absolute Weltklasse kann.
Duca di Salaparuta ist heute eine Institution, die drei grosse Marken unter einem Dach vereint (darunter auch Corvo und Florio). Es ist die Geschichte einer Adelsfamilie, die zu fein war für schlechten Wein und damit den Grundstein für den heutigen Ruhm Siziliens legte.
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