Das ist der Wein des Heimkehrers, der erst in die Ferne schweifen musste, um seine Wurzeln zu finden. Domaine Duffau im südwestfranzösischen Gaillac ist das Projekt von Bruno Duffau, einem Mann, der ein komplett anderes Leben führte, bevor er sich den Reben widmete.
Die Geschichte dieses Weinguts ist die eines radikalen Wechsels. Bruno Duffau war ursprünglich Wasserbauingenieur. Fast 20 Jahre lang arbeitete er in dieser Funktion in Afrika und Brasilien, weit entfernt von den Weinbergen seiner Heimat. Erst im Jahr 2007 kehrte er mit seiner Familie zurück, um das Weingut in Gaillac zu übernehmen und von Grund auf neu auszurichten. Seine technische Vergangenheit prägt dabei seine Philosophie: Statt die Natur zu beherrschen, wie er es früher bei Wasserprojekten tat, versucht er nun, ihre natürlichen fliessenden Prozesse zu begleiten.
Das Weingut liegt in der Appellation Gaillac, einer der ältesten Weinbauregionen Frankreichs, die oft im Schatten von Bordeaux steht. Duffau nutzt dieses Terroir für eine strikt biologische Bewirtschaftung. Ein zentrales Element seiner Arbeit ist die Wiederbelebung und Pflege der alten, fast vergessenen Rebsorten der Region. Statt auf internationale Moden zu setzen, vinifiziert er Braucol (Fer Servadou), Duras und Loin de l’Œil (Len de l’El).
Die Arbeit im Keller zeichnet sich durch Minimalismus aus. Bruno Duffau verzichtet weitgehend auf önologische Zusätze, um den Charakter der Traube nicht zu verfälschen. Viele seiner Weine werden spontan vergoren und nur minimal geschwefelt. Das Ergebnis sind Weine, die weniger durch technische Perfektion im industriellen Sinne glänzen, sondern durch Ecken, Kanten und eine klare Herkunftsprägung auffallen. Es ist der Wein eines Mannes, der die Welt gesehen hat, um am Ende zu verstehen, was er direkt vor der Haustür hatte.
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