Um Fortaleza zu verstehen, muss man den Namen Sauza kennen. Don Cenobio Sauza war einer der Gründerväter der Tequila-Industrie. Über Generationen baute die Familie das Unternehmen auf, bis es in den 1970ern verkauft wurde und schließlich zu einem globalen Industriegiganten mutierte. Doch Guillermo Erickson Sauza, ein Nachfahre in der fünften Generation, wollte sich damit nicht abfinden. Er wollte Tequila nicht als Massenware produzieren, sondern so, wie es sein Ururgroßvater getan hatte.
Dafür reaktivierte er die alte, längst stillgelegte Familienbrennerei in der Stadt Tequila. Diese Destillerie liegt auf einem Hügel und trägt den Namen La Fortaleza (Die Festung). In Mexiko wird der Tequila deshalb unter dem Namen "Los Abuelos" (Die Großväter) verkauft, international musste man aus markenrechtlichen Gründen den Namen der Destillerie, Fortaleza, wählen.
Die Produktion ist ein radikaler Gegenentwurf zur modernen Industrie und gleicht einem lebendigen Museum:
- Der Stein (Tahona): Während fast alle großen Marken die Agaven maschinell schreddern, nutzt Fortaleza eine zwei Tonnen schwere Tahona. Das ist ein riesiges Rad aus Vulkangestein, das langsam über die gekochten Agaven rollt, um den Saft auszupressen. Diese uralte Methode ist extrem ineffizient, bewahrt aber Aromen, die moderne Maschinen zerstören.
- Die Gärung: Der Most gärt in kleinen, offenen Holzbottichen an der Luft – nicht in riesigen Edelstahltanks.
- Die Destillation: Verwendet werden winzige Kupferbrennblasen, die kaum Ertrag liefern, aber für das spezifische Profil des Destillats sorgen.
Auch optisch ist jede Flasche ein Unikat. Das Glas ist mundgeblasen und wirkt dadurch oft leicht uneben oder "rustikal". Der Verschluss ist ein kleines Kunstwerk für sich: Er ist einer Piña (dem Herz der Agave) nachempfunden und wird von Hand bemalt. Fortaleza verzichtet zudem konsequent auf Zusatzstoffe (Additives), was in der Tequila-Welt keine Selbstverständlichkeit ist. Es ist Tequila, der sein Aroma wie vor 100 Jahren zeigt – hergestellt von dem Mann, der die Seele der Sauza-Familie zurück in die Flasche brachte.
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