Gautier

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Gautier - Hintergründe zur französischen Spirituosenmarke

Maison Gautier unterscheidet sich von fast allen anderen Cognac-Häusern durch eine architektonische Besonderheit, die direkten Einfluss auf den Charakter der Destillate nimmt.

Das Haus befindet sich in Aigre, einem Ort, der oft als das "kleine Venedig" der Charente bezeichnet wird. Die Keller der Destillerie liegen in einer ehemaligen Wassermühle direkt über dem Fluss Osme. Diese Lage ist keine rein ästhetische Entscheidung, sondern das zentrale Element der Reifung bei Gautier.

Durch die Nähe zum fliessenden Wasser herrscht in den Chais (Fasslagern) eine konstant hohe, natürliche Luftfeuchtigkeit. Diese Umgebung beeinflusst den sogenannten "Anteil der Engel" (die Verdunstung) massgeblich. Während in trockenen Kellern mehr Wasser verdunstet, was den Alkohol konzentriert, verdunstet in den feuchten Kellern von Gautier mehr Alkohol als Wasser. Das Ergebnis ist eine natürliche Reduktion, die zu Cognacs von bemerkenswerter Rundheit und Weichheit führt.

Die Historie dieses Ansatzes reicht weit zurück. Gautier zählt zu den ältesten Häusern der Region und erhielt bereits im Jahr 1755 eine königliche Erlaubnis zur Produktion durch König Ludwig XV., unterzeichnet vom Baron von Aigre. Seitdem wird das Wissen über zehn Generationen in der Familie weitergegeben.

Stilistisch steht Gautier für eine ausgeprägte Balance. Durch die feuchte Lagerung entwickeln die Eaux-de-Vie keine aggressiven Spitzen, sondern binden die Holznoten der Eichenfässer sehr harmonisch ein. Das Profil ist geprägt von Noten kandierter Früchte, milder Gewürze und einer fast öligen Textur. Es ist ein Cognac, der die Geduld der langsamen, feuchten Reifung in seiner Struktur widerspiegelt.

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