Wenn man an Sake aus der Präfektur Kochi (historisch: Tosa) denkt, erwartet man traditionell den "Tanrei Karakuchi"-Stil: knochentrocken, scharf und klar. Kameizumi stellt diese Erwartung komplett auf den Kopf. Diese Brauerei hat sich mit einem Sake einen Namen gemacht, der so fruchtig und süss ist, dass man ihn blind fast für einen Weisswein halten könnte.
Das Herzstück und Erkennungsmerkmal dieses Sakes ist nicht der Reis, sondern die Hefe. Kameizumi verwendet fast schon obsessiv die Hefe-Variante CEL-24. Dabei handelt es sich um eine spezielle Züchtung der Präfektur Kochi. Diese Hefe ist bekannt dafür, enorme Mengen an Ethylcaproat zu produzieren. Chemisch klingt das nüchtern, im Glas bedeutet es aber eine Explosion von Fruchtaromen: Ananas, Banane und grüner Apfel. Die Brauerei hat den Mut, diese Hefe (die eigentlich schwierig zu kontrollieren ist) in den Mittelpunkt zu stellen und druckt den technischen Namen "CEL-24" oft riesig auf das Etikett.
Die Brauerei Kameizumi Shuzo wurde 1897 gegründet. Der Name setzt sich zusammen aus "Kame" (Schildkröte) als Symbol für Langlebigkeit und "Izumi" (Quelle), was sich auf die Wasserquelle der Brauerei bezieht. Diese Quelle heisst "Mannen no Izumi" (Quelle der zehntausend Jahre) und ist selbst in den schlimmsten Dürreperioden der Region nie versiegt.
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