Kleiner Klopfer

Kleiner Klopfer - Hintergründe zur deutschen Spirituosenmarke

in lautes Schlagen auf den Tisch kündigt diesen Likör meist schon an, bevor die Flasche überhaupt geöffnet ist. Kleiner Klopfer ist der unangefochtene "Lautsprecher" im Spirituosenregal und seit den späten 90er Jahren fester Bestandteil fast jeder grösseren Feier. Er wird weniger für die stille Verkostung genutzt, sondern steht für das gemeinsame Anstossen in der Gruppe.

Beheimatet im oberfränkischen Thurnau (hergestellt von Marussia Beverages Germany), hat diese Marke das Segment der 20ml-Portionsflaschen revolutioniert. Der Erfolg basiert dabei weniger auf komplexen Aromenstrukturen. Der Name ist eine direkte Handlungsanweisung. Der Ablauf folgt einer festen Abfolge, die auf Partys, beim Karneval oder im Après-Ski oft kollektiv durchgeführt wird:

- Die kleine Flasche wird kopfüber mit dem Deckel fest auf den Tisch geklopft (daher der Name).

- Der Deckel wird abgedreht.

- Oft wird der Deckel dann an die Nase geklemmt (ein optionaler, aber weit verbreiteter Brauch).

- Es wird angestossen und "ex" getrunken.

Inhaltlich handelt es sich um Liköre auf Wodka- oder Sahnebasis mit einem moderaten Alkoholgehalt (meist 15–20 % Vol.). Die Palette ist extrem bunt: Von der Ur-Sorte Feige (Wodka-Feige) über Pflaume bis hin zu cremigen Varianten wie Sahne oder ausgefallenen Sorten wie Sauerkirsch.

Kleiner Klopfer ist ein Phänomen des Marketing: Die bunten Flaschen, die meist in "Gürteln" oder grossen Boxen verkauft werden, sind als reine Partyspirituosen konzipiert.

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