Wenn man in den Archiven des Douro-Tals blättert, landet man zwangsläufig im Jahr 1638. Das ist kein Tippfehler. C.N. Kopke trägt den Titel des ältesten noch existierenden Portweinhauses.
Gegründet wurde das Unternehmen nicht von Portugiesen, sondern von der deutschen Familie Kopke. Cristiano Kopke kam ursprünglich als Händler aus Hamburg nach Portugal. Das Haus existierte somit bereits, lange bevor das Douro-Tal 1756 zur weltweit ersten geschützten Weinbauregion erklärt wurde. Heute gehört die Marke zur Gruppe Sogevinus Fine Wines, operiert aber weiterhin unter eigenem Namen von Vila Nova de Gaia aus.
Während viele Portwein-Häuser ihren Ruf auf "Vintage Ports" (Flaschenreifung) bauen, gilt Kopke als die absolute Referenz für Colheitas. Technisch gesehen ist ein Colheita ein Tawny Port aus einem einzigen Jahrgang. Im Gegensatz zum Vintage Port, der früh in die Flasche kommt, reift der Colheita jedoch über Jahre oder Jahrzehnte im Holzfass. Durch den oxidativen Ausbau im Holz verändert der Wein seine Farbe von Rot zu Bernstein ("Tawny") und entwickelt Aromen von Trockenfrüchten und Nüssen. Kopke verfügt über Lagerbestände, die bis weit ins 20. Jahrhundert zurückreichen.
Eine Flasche von Kopke erkennt man auch ohne Brille. Das Design bricht bewusst mit den klassischen Etiketten der Konkurrenz. Die Flaschen werden traditionell mit einer Schablonenschrift ("Stencil") direkt auf das Glas bedruckt. Diese handwerkliche Optik ist eine Referenz an die Zeit, als Flaschen noch kistenweise für den Export markiert wurden, und ist bis heute das Markenzeichen des Hauses.
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