Wir befinden uns im Burgund, der historischen Wiege der schwarzen Johannisbeere. L'Héritier-Guyot ist nicht irgendein Likörhersteller, sondern eine Institution. Gegründet im Jahr 1845 von Louis-Baptiste L'Héritier, gilt das Haus als einer der ältesten und bedeutendsten Produzenten von Crème de Cassis de Dijon.
Der Doppelname entstand etwas später, als die Witwe des Gründers Herrn Guyot heiratete. Gemeinsam trieben sie die Entwicklung voran und galten als Pioniere im Einsatz industrieller Technik: Sie waren unter den Ersten, die Kälteverfahren einsetzten, um die Empfindlichkeit der frisch geernteten Früchte zu kontrollieren und deren Aromen optimal zu konservieren.
Damit der Likör die geschützte Herkunftsbezeichnung "Crème de Cassis de Dijon" tragen darf, müssen strikte Vorgaben erfüllt werden. Die Rezeptur verlangt einen Mindestzuckergehalt von 400 Gramm pro Liter sowie einen Alkoholgehalt von mindestens 15 % vol.
Herzstück sind jedoch die Früchte selbst. L'Héritier-Guyot setzt auf eine Kombination aus zwei Sorten: Black-Down und Noir de Bourgogne. Besonders die Noir de Bourgogne gilt als die edelste Variante – sie ist die schwärzeste und zugleich aromatischste unter den schwarzen Johannisbeeren. Um diese intensiven Aromen zu bewahren, wird ohne Hitze Zucker im Alkohol gelöst, um die Fruchtstruktur nicht zu beschädigen.
Heute gehört die traditionsreiche Marke zur Gruppe Bardinet (ansässig in Blanquefort). Dieser Likör ist die essentielle Basis für den klassischen Kir oder den Kir Royal – jenen berühmten Aperitif, den Canon Kir, der ehemalige Bürgermeister von Dijon, weltweit populär machte.
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