In der weiten Landschaft des Brandy de Jerez nimmt Lepanto eine Sonderstellung ein, vergleichbar mit einem Grand Cru in der Welt des Weins. Hinter dieser Marke steht das legendäre Haus González Byass, das bereits im Jahr 1835 gegründet wurde und als einer der bedeutendsten Namen in Jerez de la Frontera gilt. Lepanto ist nicht nur ein Brandy, es ist ein Bekenntnis zur reinsten Tradition der andalusischen Handwerkskunst.
Was Lepanto von nahezu allen anderen Brandys der Region unterscheidet, ist seine Herkunft. Während es üblich ist, Trauben oder Destillate aus anderen spanischen Regionen (wie La Mancha) zu beziehen, bleibt Lepanto der Heimat treu. Er ist der einzige Brandy de Jerez, der vollständig in Jerez produziert wird:
- Die Traube: Verwendet wird ausschliesslich die Palomino Fino, jene Rebsorte, die auch für die grossen Sherrys verantwortlich zeichnet. Sie gedeiht auf den weissen Albariza-Böden rund um die Stadt.
- Die Destillation: Während viele Wettbewerber auf Säulendestillation setzen, nutzt Lepanto alte Kupferbrennblasen (Alquitaras) im Charentais-Stil. Dieses aufwendige Verfahren bewahrt die feinen Aromen der Traube und sorgt für ein Destillat von höchster Finesse.
Die Reifung erfolgt im traditionellen Solera- und Criadera-System, bei dem die Fässer übereinander gestapelt werden und der Brandy über Jahre von oben nach unten wandert. Das Geheimnis des Profils liegt in den Fässern selbst: Lepanto reift über einen Zeitraum von durchschnittlich 12 Jahren in Eichenfässern, in denen zuvor der weltberühmte Fino-Sherry Tio Pepe lagerte. Diese Vorbelegung prägt den Charakter entscheidend. Anders als viele spanische Brandys, die oft durch schwere Süße (durch Pedro Ximénez Fässer) geprägt sind, verleiht das Fino-Fass dem Lepanto eine aussergewöhnliche Eleganz, Trockenheit und Komplexität.
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