Mandarine Napoléon

Mandarine Napoléon - Geschichte der belgischen Spirituosenmarke

Mandarine Napoléon gilt als der erste Likör, der Mandarinen mit Cognac vermählte, und basiert auf einer Rezeptur, die eng mit der Geschichte Frankreichs verknüpft ist.

Die Ursprünge gehen auf die Zeit des Ersten Kaiserreichs zurück. Der Legende nach entwickelte Napoleon Bonaparte gemeinsam mit seinem Leibarzt und brillanten Chemiker, Antoine-François de Fourcroy, eine Vorliebe für mazerierte Mandarinen in Weinbrand. Zu jener Zeit waren Mandarinen eine exotische Rarität, die gerade erst aus Asien nach Europa (speziell Korsika) eingeführt worden waren.

Das Rezept geriet zunächst in Vergessenheit, bis es im Jahr 1892 wiederentdeckt wurde. Der belgische Chemiker Armand de Fourcroy (ein Nachfahre des Leibarztes) fand die Aufzeichnungen im Familienarchiv und beschloss, den Likör unter dem Namen "Mandarine Napoléon, Grande Liqueur Impériale" offiziell auf den Markt zu bringen.

Die Herstellung ist ein komplexer Prozess, der weit über das einfache Mischen hinausgeht: Die Basis bilden getrocknete Schalen von sonnengereiften Mandarinen, die vorwiegend aus Sizilien stammen (historisch auch Korsika). Diese Schalen werden zerkleinert und in Alkohol mazeriert, um die ätherischen Öle zu extrahieren. Anschliessend erfolgt eine Destillation, bei der auch eine geheime Mischung aus Kräutern und Gewürzen (darunter Kardamom, grüner Tee und Nelken) hinzugefügt wird.

Das Herzstück des Produkts ist jedoch die Vermählung dieses Destillats mit gereiftem Cognac. Diese Verbindung verleiht dem Likör seine Struktur und Komplexität. Mit einem Alkoholgehalt von 38 % Vol. weist Mandarine Napoléon eine kraftvolle Textur auf.

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