Sir Edmond

Sir Edmond - Hintergründe der niederländischen Spirituosenmarke

Sir Edmond Gin ist eine niederländische Hommage an ein oft vergessenes Kapitel der Botanik-Geschichte. Sie stellt eine Zutat radikal in den Mittelpunkt, die im Gin-Universum meist nur eine Nebenrolle spielt: Bourbon-Vanille.

Der Name ist eine historische Referenz an Edmond Albius. Er war jener Mann, der 1841 auf der Insel Réunion als 12-jähriger Sklave die Methode der manuellen Bestäubung von Vanille-Orchideen entdeckte. Erst durch seine Technik wurde der weltweite Anbau dieses Gewürzes überhaupt möglich.

Herstellungstechnisch unterscheidet sich Sir Edmond signifikant von klassischen London Dry Gins. Während die fünf Basis-Botanicals – Wacholder, Angelikawurzel, Ingwer, Zimt und Kardamom – destilliert werden, wählt der Hersteller für die namensgebende Hauptzutat einen anderen Weg.

Die Vanilleschoten, die von Réunion und Madagaskar stammen, werden nicht mitgebrannt, sondern infundiert. Sie werden zerkleinert und über einen definierten Zeitraum in das Destillat eingelegt. Dieses Verfahren der Mazeration hat den Zweck, die komplexen, hitzeempfindlichen Aromen der Vanille vollständig zu bewahren, die bei einer Destillation verloren gehen könnten. Das Ergebnis ist ein Gin, der die typische, trockene Wacholder-Struktur mit der warmen, weichen Charakteristik der Vanille verbindet.

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