Skåne Akvavit wurde als direkte Antwort auf einen Wandel in der schwedischen Trinkkultur erfunden. Als er 1931 auf den Markt kam, suchten viele Konsumenten nach einer Alternative zum damals dominanten, sehr intensiv gewürzten Aquavit-Stil. Die Antwort war dieser "Snaps", der sich an der Tradition orientierte, aber leisere Töne anschlug.
Benannt ist er nach der südschwedischen Provinz Skåne (Schonen), die historisch gesehen als die Kornkammer und das Zentrum der schwedischen Spirituosenherstellung gilt. Die Verbindung zum berühmten O.P. Anderson ist dabei mehr als nur Marketing: Beide basieren auf denselben Grundzutaten. Skåne Akvavit nutzt die klassische Dreifaltigkeit der schwedischen Gewürze: Kümmel, Anis und Fenchel.
Der entscheidende Unterschied liegt in der Dosierung und Abstimmung. Während der O.P. Anderson kräftig und fordernd auftritt, ist der Skåne Akvavit bewusst zurückhaltender komponiert. Er wird oft als "Lillebror" (kleiner Bruder) bezeichnet, was sich auf die mildere Intensität der Gewürze bezieht. Hergestellt wird er heute in der O.P. Anderson Destillerie in Sundsvall unter der Aufsicht des "Kryddmästare" (Gewürzmeister) Jonas Odland. Nach der Destillation reift der Aquavit für sechs Monate in Eichenfässern, was ihm seine blassgelbe Farbe und eine abrundende Note verleiht. In Schweden ist er ein fester Bestandteil des traditionellen Smörgåsbord und wird klassisch zu Hering oder Krabben serviert.
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