Crabbie's

Die Geschichte des Crabbie Whiskys

Als kommerzieller Hafen für die schottische Grossstadt Edinburgh war Leith schon zu frühen Zeiten ein strategisch günstiger Standort. In Dutzenden Lagerhäusern bewahrte man hier Wein- und Whiskyfässer auf. Auch John Crabbie lagerte seine Scotch Whiskys, die er von diversen Brennereien aufkaufte und zum Blending benutzte, in Leith. Sein Import- und Exportgeschäft, dass er anfangs zusammen mit einem Partner führte, war ab dem Jahr 1840 unter dem Namen John Crabbie & Co. bekannt. In der Folgezeit investierte man in den Ausbau der firmeneigenen Infrastruktur, wozu auch Lagerhäuser und Whiskybrennereien gehörten. Ausserdem war John Crabbie im Jahr 1885 an der Gründung der riesigen Grain Whisky-Brennerei The North British Distilling Company beteiligt. Das Unternehmen hatte zu jener Zeit mit über 70 schottischen Brennereien Handelsabkommen geschlossen und liess in manchen Brennereien wie Balmenach und Benrinnes auch eigene Malt Whiskys produzieren. Die Whiskys von Crabbie wurden - so belegen es alte Einträge in den Firmenbüchern - in die ganze Welt exportiert. Als der engagierte Unternehmer im Jahr 1891 verstarb, wurden seine Nachlassenschaften unter den verbliebenen Familienangehörigen aufgeteilt. John Crabbie stieg zu einer Legende auf - allerdings blieb er nicht so sehr wegen seinen Whiskys, sondern vor allem wegen seinen Ingwergetränken wie dem Green Ginger Wine und dem Ginger Beer im Gedächtnis der Leute. Die Marke verblieb bis 1963 in den Händen der Familie und ging 2007 an Halewood International über. Die britische Firma konzentrierte sich zunächst auf die Vermarktung des Ingwerbieres und führte in einem äusserst klugen Schachzug das Alcoholic Ginger Beer neu ein. Bald darauf konkretisierten sich jedoch die Pläne für eine Neuauflage der Whiskys. Im Jahr 2018 begann die Edinburgh Chain Pier Distillery damit, Single Malts für Crabbie zu produzieren. Ausserdem gab Halewood bekannt, in eine brandneue Destillerie in Leith zu investieren. Während die Vorbereitungen auf Hochtouren laufen und der eigens destillierte Whisky noch eine ganze Weile lagern muss, bezieht man fertig gereifte Whiskys von anderen Brennereien, um sie unter dem traditionsreichen Label abzufüllen. Dazu gehören ein 30-jähriger Speyside Single Malt in limitierter Ausführung, eine 28-jährige Einzelfassabfüllung, ein 15-jähriger Whisky aus den Highlands, ein 12-jähriger Islay Single Malt, ein achtjähriger Highland Single Malt sowie der ohne Altersangabe abgefüllte Yardhead Whisky. Dem aufmerksamen Betrachter dürfte aufgefallen sein, dass auf den Flaschen der Crabbie Whiskys das Gründungsjahr 1801 angegeben ist. Das liegt daran, dass John Crabbie und sein Partner damals das Lebensmittelgeschäft von James Wyld & Co. übernommen hatten, welches 1801 seinen Betrieb aufnahm.

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