Lanson

Lanson - Hintergründe der franzöischen Weinmarke

Lanson gehört nicht nur zu den ältesten Häusern der Champagne – gegründet 1760 in Reims –, sondern ist vor allem für eine technische Entscheidung bekannt, die das Haus von der Mehrheit der Mitbewerber unterscheidet. Während in der Champagne die malolaktische Gärung (der biologische Säureabbau) weit verbreitet ist, um die Weine weicher und zugänglicher zu machen, verzichtet Lanson traditionell weitgehend darauf.

Diese Philosophie zielt darauf ab, die ursprüngliche Apfelsäure der Trauben zu bewahren. Das Ergebnis ist ein Stil, der auf Frische, klare Struktur und ein hohes Alterungspotenzial setzt. Verantwortlich für die heutige Ausrichtung ist der Kellermeister Hervé Dantan. Er hat den klassischen Stil des Hauses in den letzten Jahren sanft modernisiert, indem er bei den Reserveweinen gezielter arbeitet, um die markante Säurestruktur harmonisch einzubinden, ohne den Charakter des Hauses aufzugeben.

Ein visuelles Erkennungszeichen ist das rote Malteserkreuz auf jeder Flasche. Dies ist keine blosse Verzierung, sondern ein historischer Verweis auf Nicolas-Louis Delamotte, den Sohn des Gründers, der Ritter des Malteserordens war. Das Haus pflegt zudem eine lange Verbindung zum britischen Königshaus und hält seit Königin Victoria ununterbrochen den Titel eines offiziellen Hoflieferanten ("Royal Warrant Holder").

Das Kernprodukt, früher als "Black Label" bekannt, wird heute unter dem Namen "Le Black Création" geführt. Jede Abfüllung erhält eine Nummer, die auf die jeweilige Erntebasis verweist, ähnlich wie bei "Grandes Marques" anderer Häuser. Die Weine reifen deutlich länger im Keller, als es die gesetzlichen Vorgaben der Appellation verlangen, meist mindestens vier Jahre, um die Komplexität zu erreichen, die für diesen Stil notwendig ist.

Ihr Webbrowser ist nicht mehr aktuell. Aktualisieren Sie Ihren Browser für mehr Sicherheit, Geschwindigkeit und die beste Erfahrung auf dieser Website.

Aktualisieren Sie Ihren Browser