Minoyaki

Minoyaki - weitere Infos zur japanischen Keramikmarke

Minoyaki (Mino-Keramik) steht für eine Tradition, die über 1.300 Jahre zurückreicht und aus der Präfektur Gifu (der ehemaligen Provinz Mino) stammt. Während Kihara/Arita für feines, fast gläsernes Porzellan bekannt ist, steht Minoyaki oft für das "Erdige", für Steinzeug mit Charakter und einer spürbaren Materialität.

Mino ist der Gigant unter den japanischen Keramikregionen – über 50 % aller in Japan produzierten Keramiken stammen von hier. Doch abseits der Massenproduktion ist die Region berühmt für ihre künstlerischen Stile, die eng mit der Ästhetik des Tee-Weges und der Philosophie des Wabi-Sabi (der Schönheit im Unvollkommenen) verbunden sind.

Für Sake-Gefässe sind besonders vier historische Stile prägend, die man sofort erkennt:

- Shino: Bekannt für eine dicke, weisse Glasur mit kleinen Löchern ("Zitronenhaut") und rötlichen Schattierungen.

- Oribe: Auffällig durch tiefgrüne Kupferglasuren und oft asymmetrische, handgeformte Designs.

- Kizeto: Eine gelbliche, warme Glasur.

- Setoguro: Tiefschwarzes, glänzendes Steinzeug.

Ein Sake-Becher (Gui-nomi) aus Minoyaki ist selten perfekt rund oder glatt. Er besitzt oft eine bewusste Rauheit und Schwere. Diese Haptik ist gewollt: Sie soll einen Kontrast zur flüssigen Leichtigkeit des Sakes bilden. Die dicken Wände dieser Keramiken speichern zudem die Temperatur hervorragend, was sie besonders geeignet für warmen Sake (Atsukan) macht, da die Wärme lange im Ton gehalten wird, ohne dass man sich die Finger verbrennt.

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